DSGVO Auskunftsrecht seit Mai 2018

Art. 15 DSGVO Auskunftsrecht der betroffenen Person
  1. Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden; ist dies der Fall, so hat sie ein Recht auf Auskunft über diese personenbezogenen Daten und auf folgende Informationen:
    1. die Verarbeitungszwecke;
    2. die Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden;
    3. die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden, insbesondere bei Empfängern in Drittländern oder bei internationalen Organisationen;
    4. falls möglich die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer;
    5. das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der sie betreffenden personenbezogenen Daten oder auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung;
    6. das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;
    7. wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden, alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten;
    8. das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Artikel 22 Absätze 1 und 4 und – zumindest in diesen Fällen – aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person.
  2. Werden personenbezogene Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt, so hat die betroffene Person das Recht, über die geeigneten Garantien gemäß Artikel 46 im Zusammenhang mit der Übermittlung unterrichtet zu werden.
  3. Der Verantwortliche stellt eine Kopie der personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Verarbeitung sind, zur Verfügung. Für alle weiteren Kopien, die die betroffene Person beantragt, kann der Verantwortliche ein angemessenes Entgelt auf der Grundlage der Verwaltungskosten verlangen. Stellt die betroffene Person den Antrag elektronisch, so sind die Informationen in einem gängigen elektronischen Format zur Verfügung zu stellen, sofern sie nichts anderes angibt.
  4. Das Recht auf Erhalt einer Kopie gemäß Absatz 1b darf die Rechte und Freiheiten anderer Personen nicht beeinträchtigen.

 

Muster-Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO

 

Achtung- Kunden haben einen Auskunftsanspruch

Gemäß § 34 Abs.1 BDSG gilt, dass die „verantwortliche Stelle“ dem Betroffenen auf Verlangen Auskunft zu erteilen hat über

  • die zu seiner Person gespeicherten Daten
  • den Empfänger oder die Kategorien von Empfängern, an die Daten weitergegeben werden
  • den Zweck der Speicherung.

„Verantwortliche Stelle“ ist dabei gemäß § 3 Abs. 7 BDSG jede Person oder Stelle, die personenbezogene Daten für sich selbst erhebt, verarbeitet oder nutzt oder dies durch andere im Auftrag vornehmen lässt. Hinweis: Ausnahmen vom Auskunftsanspruch bestehen nur in wenigen Fällen (z.B. gemäß § 34 Abs.7 BDSG)

 

Der betriebliche Datenschutzbeauftragte

Jedes Unternehmen muss einen Datenschutzbeauftragten bestellen, wenn im Geschäft eine Videoüberwachung installiert ist oder mehr als neun Personen (inkl. Inhaber/Geschäftsführung) an der Kasse z.B. Zahlungen per elektronischem Lastschriftverfahren und EC- oder Kreditkarte abwickeln!

Problematisch: Weder Inhaber, Gesellschafter, noch Personen in leitender Funktion können wegen möglicher Interessenkollision zum Datenschutzbeauftragten bestellt werden. Und die Bestellung eines „einfachen“ Mitarbeiters ist ebenfalls problematisch, da zum einen eine gründliche Qualifizierung erforderlich ist und zum anderen der Datenschutzbeauftragte einen erweiterten Kündigungsschutz, vergleichbar mit dem eines Betriebsrats, genießt und von der Aufgabe auch kaum noch entbunden werden kann. Zudem muss dieser Mitarbeiter für Schulungen freigestellt werden und die Schulungen sind auch vom Arbeitgeber zu bezahlen. deshalb ist ein externer Datenschutzbeauftragter eine durchaus empfehlenswerte Lösung.

 

Sie erhalten von  uns kostenlos den beigefügten Fragebogen, mit dem Sie feststellen können, ob Ihre Videoanlage datenschutzkonform ist. Sollten Sie Verstöße gegen den Datenschutz entdecken, dann können wir Ihnen verschiedene Dienstleistungen anbieten, um diese Datenschutzverstöße zu beseitigen.

 

Damit noch nicht genug, seit Mai 2018 ist es ganz spannend, denn seither gibt es eine Auskunftspflicht gem. Art 15 DSGVO und kaum jemand, der ein Videoüberwachung installiert hat, weiß was zu tun ist.

Muster-Auskunftsersuchen nach Art. 15 DSGVO

Wenn Ihre Videoüberwachung bis zu diesem Datum nicht absolut „datenschutzkonform“ ist, dann können Sie sich schon heute auf saftige Bußgelder gefasst machen.

 

Wer sich die 680 EUR für unser Datenschutzpaket sparen will , sollte vorsichtshalber die  Videoüberwachung  abschalten.

 

datenschutzpaket-retailcoach

 

Videoüberwachung im Einzelhandel

Videoüberwachung in öffentlich zugänglichen Räumen

Retailcoach berät  den  Einzelhandel  und Gastronomen bei der Umsetzung von datenschutzrechtlicher Anforderungen und der Einhaltung aller Richtlinien des Beschäftigtendatenschutzes.

Wir führen diese Umfrage durch, um festzustellen ob es in Ihrem Hause Mängel bezüglich des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) gibt. Wenn es Verstöße gegen den Datenschutz gibt, dann  können wir Ihnen aber helfen, die Mängel zu beseitigen. Den Fragebogen zur Videoüberwachung in öffentlich zugänglichen Räumen erhalten Sie kostenlos bei uns dieterich@retailcoach.de

Oder Sie machen hier den Online-Quick-Check

Vielfach unbekannt ist, dass jedes Unternehmen einen Datenschutzbeauftragten bestellen muss, wenn im Geschäft eine Videoüberwachung installiert ist oder mindestens zehn Personen (inkl. Inhaber bzw. Geschäftsführung) im gesamten Unternehmen mit automatisierter Datenverarbeitung beschäftigt sind. Dazu zählen auch Mitarbeiter, die an der Kasse z.B. Zahlungen per elektronischem Lastschriftverfahren und EC- oder Kreditkarte abwickeln! Hieraus ergibt sich die Pflicht, dass auch mittelständische Unternehmen in diesen Fällen einen Datenschutzbeauftragten bestellen müssen. Die Unternehmen müssen dann zudem ein Datenschutzmanagement einrichten, ein datenschutzrechtliches Verfahrensverzeichnis und eine Dokumentation (Datenschutzhandbuch) erstellen, die Mitarbeiter über den richtigen Umgang mit Daten schulen und auf das Bundesdatenschutzgesetz verpflichten.

 

Eine nicht datenschutzkonforme Videoüberwachung führt zu einer Verletzung

  1. des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
  2. der informationellen Selbstbestimmung
  3. des Rechts am eigenen Bild

und kann Ersatzansprüche, z.B. nach zivilrechtlichen Vorschriften § 823 und  §1004 BGB und  § 22 + 33 Kunsturhebergesetz, sowie zusätzlich noch Bußgeld und Strafen, z.B. nach § 43 und § 44 BDSG oder § 201a Strafgesetzbuch auslösen.

Antworten zum Datenschutz

Unsere Datenschutzberatung ist wesentlich billiger als eine Abmahnung.

Häufig gestellte Fragen – wir haben die Antworten

  • Wann muss ein betrieblicher Datenschutzbeauftragter bestellt werden?
  • Wer kann als Datenschutzbeauftragter bestellt werden?
  • Was sind personenbezogene Daten?
  • Gibt es ein Auskunftsrecht über personenbezogene Daten?
  • Wer ist Ansprechpartner in datenschutzrechtlichen Angelegenheiten?
  • Was ist ein Datenschutzhinweis?

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Videoüberwachung am Arbeitsplatz